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.AUF SIEG UMGESTELLT: UNION GEWINNT IN DRESDEN MIT 2:0.

04.11.2012

Im Ost-Duell schlägt der 1. FC Union Berlin die SG Dynamo Dresden mit 2:0 (1:0) und feiert nach zwei Niederlagen in Folge den langersehnten Dreier. Auf ungewohnter Linksaußen-Position weiß Fabian Schönheim zu gefallen und steuert beide Treffer zum ersten Auswärtssieg der Saison bei.

Im Vergleich zum Offenbach-Spiel stellt Trainer Uwe Neuhaus nicht nur das System auf ein 4-2-3-1 um, sondern wechselt seine Startelf auch auf zwei Positionen.

Haas – Pfertzel, Stuff, Puncec, Kohlmann – Karl, Jopek – Zoundi (77.Menz), Mattuschka (87.Göhlert)., Schonheim – Silvio (81.Terodde)

 

Von der befürchteten Verunsicherung der Mannschaften war in den Anfangsminuten kaum etwas zu spüren. Beide Teams suchten von Beginn an das schnelle Spiel nach vorn. Die zwingenderen Torchancen erarbeiteten jedoch sich zunächst die Hausherren. Nach einem vermeintlichen Foulspiel von Lynel Kitambala an Roberto Puncec gelangte der Ball zu David Solga, der es mit dem Innenrist versuchte. Sein Schuss aus der zweiten Reihe drehte sich knapp am Kasten von Daniel Haas vorbei (4.). Drei Minuten später musste der Keeper dann in höchster Not selbst eingreifen. Gegen den aus abseitsverdächtiger Position gestarteten Anthony Losilla musste Haas sich ganz breit machen, um den frühen Rückstand zu verhindern. Union verlegte sich indes aufs Kontern und gefährliche Standardsituationen.

So machte sich Torsten Mattuschka seine Lieblingsdisziplin in der 10. Minute zu nutze und initiierte mit einem Freistoß die erste Gelegenheit der Gäste. Die scharfe Hereingabe ließ Markus Karl über seinen Scheitel rutschen und verfehlte das Eckige nur knapp. Beim zweiten schnell vorgetragenen Angriff hatten die Sachsen dann kein Glück mehr. Einen langen Pass von Markus Karl ins Angriffszentrum verwandelte Fabian Schönheim, der heute auf dem ungewohnten linken offensiven Flügel seine Bahnen lief, in bester Knipser-Manier (14.). Und kurzweilig ging die Partie weiter. Dresden-Kapitän Romain Brégerie verpasste aus kurzer Distanz den Ausgleich für seine Mannschaft (20.), während ein durch Silvio abgefälschter Schuss von Markus Karl fast das 2:0 für den 1. FC Union Berlin bedeutet hätte (29.). Mit viel Druck und Halb-Chancen hüben wie drüben ließ das Zweitligaspiel zu keiner Minute einen Spannungsabfall zu. Die beiden Fanlager quittierten das mit einem ohrenbetäubenden Lautstärkepegel. Mit diesem und der 1:0-Führung für die Neuhaus-Truppe ging es dann auch in die Halbzeitpause.

 

Personell unverändert ging es in die zweiten 45 Minuten. Auch die Marschroute der beiden Teams änderte sich kaum: Dresden war sichtlich bemüht, früh zu stören und das Tempo hochzuhalten, Union ließ sich nicht ungeordnet aus der eigenen Hälfte locken und lauerte auf Konter. Und dieses von Coach Uwe Neuhaus verordnete Rezept zeigte in voller Wirkung Umfang. Silvio spielte Patrick Zoundi in den Lauf, der legte quer auf den mitgeeilten Fabian Schönheim und der musste wiederum nur noch in den verwaisten Kasten einschieben(54.). Mit der Brechstange versuchte Dynamo die drohende Niederlage abzuwenden. Ein Schuss aus der zweiten Reihe von Anthony Losilla in der 67. Spielminute hätte dabei fast den Anschlusstreffer bedeutet, doch der Kasten von Daniel Haas schien fest vernagelt für die Hausherren. Die 29452 Zuschauer im glücksgas stadion hatten kaum Zeit zwischen Anfeuerung und dem vermeintlichen Torschrei Luft zu holen – die Torraumszenen auf beiden Sdeiten häuften sich. Erst verpasste Ex-Unioner Cristian Fiel nach einem ruhenden Ball (73.), dann hätte es fast auf der gegenüberliegende Seite bei einem direkten Freistoß von Björn Jopek geklingelt (74.). Durch das frühe Pressing der Hausherren taten sich in den Schlussminuten immer wieder Räume für die Eisernen auf, die aber weder Silvio (78.) noch Doppeltorschütze Fabian Schönheim (80.) zur endgültige Entscheidung nutzen konnten. Ob es nun der einsetzende Dauerregen war oder das Spiel ihrer Mannschaft – die ersten Zuschauer verließen schon weit vor Abpfiff „bedröppelt“ die Arena. An dem verdienten Ergebnis und dem ersten Auswärtssieg von Union änderte dies jedoch nichts mehr.

In der anschließenden Pressekonferenz gab sich Trainer Uwe Neuhaus sichtlich gelöst: „Natürlich bin ich sehr zufrieden. Nach einer Woche, die für uns denkbar schlecht begonnen hat, haben wir uns mit dem ersten Auswärtssieg selbst belohnt. Unsere defensive Grundvariante, die Flügel zu zumachen, hat uns den Erfolg gebracht. Dass es mit Fabian dermaßen gut klappt, das hätte keiner geglaubt“, gibt Neuhaus erfreut zu Protokoll.

„In der Anfangsphase hat man die Verunsicherung ein wenig gespürt. Wir haben uns das Quäntchen Glück heute erarbeitet und uns mit allen Mitteln gegen eine Niederlage gestemmt. Das 1:0 hat dann letztendlich die nötige Sicherheit gebracht. So wie das Spiel gelaufen ist, denke ich, dass wir verdient gewonnen haben“, macht der Coach keinen Hehl aus seinem Gemütszustand.

 

Die nächste Partie findet am kommenden Samstag, den 10.11.2012, wieder im Stadion An der Alten Försterei statt. Dann heißt der Gegner VfR Aalen.

 

 

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