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.GANZ NAH DRAN: UNION HOLT PUNKT BEI HERTHA BSC.

Im Stadtderby sicherte sich der 1. FC Union Berlin am Montagabend mit einem 2:2 (0:1)-Unentschieden einen Punkt bei Hertha BSC und kletterte damit zurück auf Tabellenrang vier. Durch Tore von Simon Terodde und Adam Nemec gingen die Köpenicker in Führung bevor Adrian Ramos und Ronny mit einem direkten Freistoß fünf Minuten vor dem Ende die Punkteteilung besiegelten.

Für das Lokalderby gegen Hertha BSC musste Union-Trainer Uwe Neuhaus Stammkraft Michael Parensen ersetzen. Auf der defensiven Mittelfeldposition begann wie schon gegen Sandhausen Christoph Menz. Rechtzeitig zum Montagabendspiel genesen waren Christian Stuff, Daniel Göhlert und Björn Jopek. Letztgenannter begann auf der linken Außenbahn. Auf der anderen Seite debütierte erstmalig in diesem Jahr Patrick Zoundi in der Startelf. Taktisch vertraute Unions Chefcoach wie gehabt der mit Mittelfeldraute versehenen 4 – 4 – 2-Formation:
Haas – Kopplin, Puncec, Schönheim, Kohlmann – Menz – Zoundi, Jopek (76. Özbek) – Mattuschka (78. Göhlert) – Nemec, Terodde (81. Stuff)

Die Anfangsphase war geprägt vom fiebrigen Derbyzauber in beiden Fanlagern. Bevor sich etwas tat auf dem Rasen, vergingen Minuten des respektvollen Abtastens. Doch dann tauchte nach einer Flanke von Patrick Zoundi Adam Nemec plötzlich vor Thomas Kraft im Hertha-Tor auf. Nur Zentimeter fehlten und der Slowake hätte per Kopf die frühe Führung für Union erzielt (5.). Es waren die Stürmer der Eisernen, die auch weiter für Furore sorgten. Nachdem Torsten Mattuschka mit einer gekonnten Körpertäuschung die gesamte Hertha-Abwehr ins Leere laufen ließ, nutzte Simon Terodde den von Kraft nur abgeklatschten Schuss und hämmerte den Ball aus fünf Metern über die Linie (9.).

Der Köpenicker Anhang feierte die Führung in den anschließenden Minuten frenetisch, musste aber einen sich stabilisierenden Gastgeber erkennen. Ein gefährlicher Freistoß von Ronny sowie ein Distanzschuss von Marcel Ndjeng zeugten von der steten Angriffslust des Bundesligaabsteigers (11./14.). Darauf, dass Ronny auf Seiten des Gegners Dreh- und Angelpunkt werden würde, hatte Uwe Neuhaus im Vorfeld hingewiesen. So war auch der nächste Versuch des Brasilianers aus der Distanz stramm, glücklicherweise dabei aber auch zu unpräzise (23.). Die wohl beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Sami Allagui nach einer Flanke von Adrian Ramos, dessen wenig druckvoller Kopfball jedoch leichte Beute für Daniel Haas wurde (32.). Dann lag Schiedsrichter Florian Meyer bei einer Freistoßentscheidung gegen Union daneben. Beinahe wäre so der Schuss von Marcel Ndjeng zum Ausgleich im langen Eck eingeschlagen, verfehlte das Ziel bei der letzten Chance des Spiels vor der Halbzeit aber doch um die entscheidenden Zentimeter.

Personell tat sich bei den Köpenicker Gästen in der Pause nichts. Ähnlich stellte sich die spielerische Situation auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions dar. Die erste Ecke des zweiten Abschnitts führte Union kurz aus. Die Hereingabe fand punktgenau die Stirn von Adam Nemec, der sich zwischen Adrian Ramos, Peter Niemeyer und Marcel Ndjeng empor schraubte und zum 2:0 traf (50.). Die Elf von Herthas Trainer Jos Luhukay tat sich nun vorwiegend durch rustikales Einsteigen an der Grenze des Erlaubten hervor. Ob Peer Kluge gegen Björn Jopek oder Peter Pekarik gegen Patrick Kohlmann – mehr als nur einmal knirschte es heftig im Gebälk. Die Gastgeber hatten nun etwas mehr von der Partie. Union hatte entsprechend viel Defensivarbeit zu verrichten. Die Charlottenburger Doppelspitze bestehend aus dem eingewechselten Sandro Wagner und Adrian Ramos beschäftigte Unions Innenverteidigung ohne Unterlass. Dem Belagerungszustand entsprang aus der fünften Ecke der 1:2-Anschluss für Hertha durch den Kopfball von Adrian Ramos (73.).

Uwe Neuhaus reagierte und brachte für die ausgepumpten Björn Jopek, Torsten Mattuschka und Simon Terodde Baris Özbek, Daniel Göhlert und Christian Stuff, die der Abwehr im Kampf um den Sieg die nötige Stabilität geben sollten. Und es sollte weiter brenzlig werden für die wacker kämpfenden Eisernen. So schlug fünf Minuten vor dem Ende doch noch eine der berüchtigten Freistoßvarianten des brasilianischen Spezialisten Ronny im Kasten von Daniel Haas ein. Nun galt es den Punkt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln festzuhalten. Entkräftet und mit einem Punkt als Lohn für aufregende neunzig Minuten sanken die Spieler beim nahezu pünktlichen Schlusspfiff auf den Boden.

Uwe Neuhaus war vor allem mit der Art und Weise des Zustandekommens dieses Punktgewinns einverstanden. „In der ersten Halbzeit haben wir uns als körperliche Einheit präsentiert, jeder war für den anderen da. Bis zur 65. Minute haben wir das Spiel gut geführt, dann war der Stecker bei einigen Spielern raus. Auch als das 2:0 gefallen ist, war mir klar, dass es noch zu früh war und das Spiel noch nicht zu Ende“, so Unions Trainer. „Ich wehre mich, das Spiel als gefühlte Niederlage anzusehen. Wenn wir diese gute Leistung konstant bis zum Saisonende durchhalten, gebe ich Torsten Mattuschka Recht: Dann wird es sehr schwer uns zu schlagen“, erklärte Uwe Neuhaus zum Ausgang des Derbys.

Die nächste Aufgabe für die Profis des 1. FC Union Berlin heißt FC Ingolstadt 04. Die Bayern gastieren am kommenden Sonnabend, den 16.02.2013 um 13:30 Uhr im Stadion An der Alten Försterei.

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